BUND Markdorf

Trassen-Info-Pfad zur Südumfahrung eröffnet

Mitglieder des Aktionsbündnisses "Stopp Südumfahrung"

Schon zu Beginn der Planungen hatte der BUND gegen den Bau einer Umfahrung Markdorfs im Süden der Stadt Stellung bezogen, da sie Landwirtschaft, Naherholung und Natur sehr stark beeinträchtigen würde. Zwar stimmte beim Bürgerentscheid vor 17 Jahren  eine knappe Mehrheit für deren Bau, doch stellen viele mittlerweile neu entstandene Aspekte den Sinn und Zweck dieser  Straße erst recht in Frage.
Das Aktionsbündnis „STOPP Südumfahrung“, in welchem auch der BUND mitwirkt, hat im Naherholungsgebiet im Süden von Markdorf vor wenigen Tagen einen Info-Pfad zur geplanten Südumfahrung Markdorf eingerichtet. An 16 Stationen mit Info-Tafeln werden verschiedene Aspekte zu der Umgehungsstraße mit Lageplänen, Fakten und Argumenten dargestellt. An einigen markanten Stellen veranschaulichen Pfähle den geplanten Verlauf der Trasse. Inhaltlich geht es um die vielfältigen Konflikte mit Landwirtschaft, Naherholung und Natur aber auch um die erheblich gestiegenen Kosten und die zurückgeschraubten Entlastungsprognosen dieser Umgehungsstraße.  Dargestellt wird auch der Zusammenhang mit anderen Straßenprojekten in der Region, die ungeklärte Anbindung im Osten und Westen sowie mögliche Alternativmaßnahmen. Zudem werden Nachteile für die Teil- und Nachbargemeinden aufgezeigt.
Die Startpunkte des Info-Pfads befinden sich an der kleinen Straße vom Sportplatz Richtung Segelflughalle und an der Heggelinstraße Richtung Stüblehof am Ortsausgang wie auch beim Wegkreuz. Ein weiterer Startpunkt wurde in Lipbach in der Nähe der Bahnunterführung installiert. Übersichtskarten mit dem Verlauf des Info-Pfads sind dort aufgestellt und können auch als Faltblatt mitgenommen oder hier heruntergeladen werden. Der ca. 5 km lange Rundweg über Lipbach und Stüblehof lässt sich in beiden Richtungen zu Fuß oder per Fahrrad zurücklegen.
Die Entscheidung, ob der Bodenseekreis als Baulastträger mit dem Bau der Südumfahrung beginnt oder nicht, wird voraussichtlich im nächsten Jahr getroffen.
Alle Informationen hierzu finden Sie unter  http://www.stopp-suedumfahrung.com/.

Bilder zum Info-Pfad Südumfahrung Markdorf

Naturschutz und Verkehrsplanung

Der zunehmende Verkehr und der daraus erforderlich scheinende Straßenbau ist immer mit einem Einschitt in die Natur verbunden. Der BUND Markdorf engagiert sich laufend in verschiedensten Gremien für den Erhalt der Natur.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

  • zählen und kartieren Tiere und Pflanzen in den bisher unbebauten Flächen
  • verfassen laufend Stellungnahmen zu geplanten Änderungen von Flächennutzungsplänen, Bebauungsplänen, Straßenplanungen, Bauanträgen usw.
  • klären die Mitmenschen auf mit z.B. Aktionen und Vorträgen
  • beteiligen sich an Mediationsverfahren und Interessensgemeinschaften
  • fördern Initiativen, die sich für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen

Arbeitsgemeinschaft "Ausbau vor Neubau"

Die Arbeitsgemeinschaft „Ausbau vor Neubau“ ist ein Bündnis, weches sich für einen moderaten, landschaftsschonenden Ausbau der B31 unter weitgehender Nutzung der bestehenden B31-Trasse einsetzt.

Die Mitglieder der AG:

  • die Umweltverbände BUND und NABU
  • Verkehrsclubs Deutschland (VCD)
  • Interessengemeinschaft Verkehrsneuplanung Ittendorf
  • Meersburger Initiativ-Kreis B31neu
  • Ortsgruppe Markdorf des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands

Kontakt:
Frieder Staerke (VCD Bodenseekreis), 07544-742179, bodenseekreis@vcd.org
Fritz Käser (IV Ittendorf), 07544-72476, Kaeser.Markdorf@t-online.de

Bus und Bahn

Start der Unterschriftenaktion für die Bodensee S- Bahn auf dem Markdorfer Elisabethenmarkt.  (BUND Ortsgruppe Markdorf)

Wir möchten Bahnprojekte in unserer Region vorantreiben! Dazu ghört z.B.

  • Die Elektrifizierung der Südbahn Ulm-FN-Lindau
  • Eine Bodensee-S-Bahn mit Elektrifizierung und neuen Ausweichgleisen zur Realisierung eines grenzüberschreitenden Bahnverkehrs im Halbstundentakt rund um den See und ins Umland
  • Einen einheitlichen Tarifverbund für die gesamte Bodenseeregion
  • Eine Ausweitung und Optimierung des Busverkehrs an den S-Bahnhöfen
  • Die Aufwertung unserer Bahnhöfe z. B. durch überdachte Wartebereiche, zuverlässige Anzeigesysteme, Kunden-WCs, Gepäckaufbewahrung, Bedienerfreundliche und überdachte Fahrkartenautomaten, Erhalt von Bahnschaltern
  • Die kostenlose Fahrradmitnahme und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten

Wir engagieren uns in der Initiative Bodensee-S-Bahn.

Mehr dazu unter www.bodensee-s-bahn.org

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