Streuobstwiesen verschönern die Landschaft

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten die Landschaft der Region Bodensee-Oberschwaben. Viele unserer Dörfer waren von einem geschlossenen Gürtel hochstämmiger Obstbäume umgeben. Diese boten neben einer reichhaltigen Obsternte Schatten und Schutz vor Wind, speicherten Wasser und regulierten so das Kleinklima. Und sie waren schön.

Auch heute noch ist ihr Anblick so beliebt, dass blühende Streuobstwiesen unzählige Heimatkalender und Bildbände zieren. Vor der Haustür wird diese Idylle jedoch immer seltener: In den Gemeinden der Region Bodensee-Oberschwaben wurden innerhalb der letzten drei Jahrzehnte bis zu 80 Prozent aller Streuobstbäume gerodet. Sie fielen Baugebieten, Straßen und einer modernen, intensiven Landwirtschaft zum Opfer.

Mit den traditionellen Obstwiesen verschwindet eine charakteristische Tier- und Pflanzenwelt. Deren Lebensgrundlage ist die Vielfalt ökologischer Nischen, die eine intakte Streuobstwiese bietet. Sie ist eine fruchtbare Mischung aus Wald und Wiese. Dichte, feuchte und versteckreiche Zonen wechseln sich mit hellen, warmen und übersichtlichen Bereichen ab.

Darüber hinaus bieten Streuobstwiesen mit ihren bis zu 120-jährigen Bäumen der hochspezialisierten Lebensgemeinschaft der Höhlenbauer und -bohrer, ihren Untermietern und Nutznießern, Räubern und Räubersräubern beste Voraussetzungen. Zu ihnen zählen Grünspecht, Wendehals und Baumläufer, Fledermäuse und Siebenschläfer, auch Wildbienen und Hornissen, unzählige Käferarten und andere Insekten sowie Flechten und Moose.

 

Streuobstwiesen rund um Markdorf

Die Pflege der Streuobstwiesen in unserer Landschaft sind ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Deshalb gibt es mehrere Aktivitäten auf diesem Gebiet.

  • Pflege einer Streuobstwiese, die vom BUND gepachtet wurde
  • Unterstützung der Obstbauern bei der Vermarktung von Streuobst
  • Verkauf von alten Obstsorten


Das Jahresprogramm für 2017

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