Wir zählen die geschlossenen Nistgänge.
Es kitzelt so schön - Der Kanker muss über alle Hände laufen.
Die große bunte Raupe der Grasglucke.
Ausgiebig wird das Storchennest beobachtet.
Ein Gruppenfoto muss auch sein.
Die Klatschmohnprinzessin.
14. Juni 2012

Ein ELAN Projekt: Wildbienen und Störche

Eine kleine motivierte Gruppe Erstklässler nutzte das Nachmittagsangebot von BUND und ELAN und machte sich auf den Weg zum Naturschutzgebiet Eisweiher um das Leben der Wildbienen und Störche zu erkunden. Nach den dunklen Regentagen war es der erste trockene und sehr warme Nachmittag. Mensch und Tier fühlten sich pudelwohl. Die Nisthilfen im Insektenhaus wurden von Wildbienen umschwärmt und die Kinder beobachteten fasziniert wie Wildbienen aller Größen in die verschiedenen Gänge ein und aus krabbelten. Sie lernten, dass man nah ran gehen kann weil Wildbienen nicht stechen, dass jede der vielen Wildbienen ganz alleine an ihrem Nistgang arbeitet und dass alle zusammen eine sehr wichtige Rolle bei der Bestäubung unserer Blütenpflanzen spielen. An kleinen Modellen konnten die Kinder sehen, wie ein fertiger, mit einer Lehmwand verschlossener Nistgang von innen aussieht. Viele Kämmerlein aneinander aufgereiht mit jeweils einem Ei auf einer reichlichen Portion Pollen- Nektar Nahrung.

Groß war die Freude der Kinder als sie zwei Raupen entdeckten, groß und bunt, eine auf der Brücke zum Ried, die andere an einem Schilfhalm im Bach. Es waren die ausgewachsenen Raupen der Grasglucke oder Trinkerin.

Die gesamte Familie Storch war bei unserer Ankunft auf dem Nest versammelt.Die Storcheneltern und vier Storchenkinder, die fast nur noch durch ihre schwarzen Schnäbel und Beine von den Eltern zu unterscheiden sind. Einer der Eltern flog hinunter zu den Teichen und kam nach erstaunlich kurzer Zeit mit Futter zurück. Einträchtig standen die Storchenkinder beieinander und fraßen das Futter vom Nestboden. Sie probierten kräftig die großen Flügel aus, dann wieder lagen sie in einer Ruhepause flach auf dem Boden und waren kaum zu sehen. Währenddessen haben die Kinder viel gelernt. Wie wird ein Storchenkind groß, was frisst es, wo holen die Eltern die Nahrung, wo verbringt es den Winter, wann kommt es zurück. Was sind die Gefahren, die schon seit Jahrhunderten oder auch erst seit der Industrialisierung zu einem Storchenleben dazugehören. Erschreckt betrachteten alle das Bündel aus Gummiringen, das im vergangenen Jahr im Magen eines toten Jungstorches gefunden wurde. Mit unserem technischen Fortschritt ist der Storch überfordert. Weiche, labbrige Gummiringe, die er am Ackerrand oder auf der Mülldeponie findet, sind für ihn Würmer die er an seine Babys verfüttert. Aber nicht immer endet es so traurig.Wenn alles gut geht im Leben der jungen Störche kommen sie, nach 3 Jahren in Afrika, wieder zurück nach Deutschland und würden am liebsten bei Markdorf ihre Nester bauen.

Das hoffen wir jedenfalls. Wir sind zufrieden mit dem schönen Nachmittag und ganz zum Schluss lernen auch noch alle wie man sich eine Klatschmohnprinzessin macht.                                  

                                                                                                                                           e.moll

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