6. März 2013

Schüler retten Kröten mit 300 Metern Zaun

Packen beim Bau des Krötenzaunes mit an: (von links) BUND-Vorsitzender und Vorsitzender des Schulfördervereins Klaus Grünwald, Funda Balut, Lara Mineo, Lehrerin Dana Stockburger, Lehrer Dominik Burget, Till Zunker, Kevin Körner und Esma Erbas. Bild: Guip

Markdorf -  Projekt der Pestalozzischule zusammen mit dem BUND

Ordentlich zu tun haben die Schüler der Klassen sieben bis neun der Pestalozzischule Markdorf, um auf der Strecke zwischen Autenweiler und Grünwangen auf einer Strecke von gut 300 Metern einen Krötenzaun zu errichten. „Bereits zum fünften Mal in Folge zeichnen Schüler für die Errichtung des Krötenschutzzauns in Zusammenarbeit mit dem BUND Markdorf und dem Landratsamt verantwortlich“, erklärt Lehrerin Dana Stockburger, die von Anfang an dabei ist.

Der BUND-Vorsitzende Klaus Grünewald erklärt: „Noch sitzen die Kröten in ihren Erdlöchern und der Boden darüber ist noch etwas gefroren, aber es kann witterungsbedingt – es soll zum Wochenende hin ja Regen geben – ganz schnell gehen, dass die Amphibien aufbrechen und zum Laichgebiet in einen Weiher auf der anderen Straßenseite aufbrechen.“ Zwei Mal täglich werden die Tiere dann hinter dem Krötenzaun eingesammelt und sicher auf die andere Straßenseite verfrachtet. Pro Saison werden so um die 150 Kröten gerettet, die sonst Gefahr laufen, von Fahrzeugen überrollt zu werden.

Der Rektor der Pestalozzischule, Rudolf Göggler, erklärt: „In Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus werden unter dem Stichwort ‚Raz‘ – Ran an die Zukunft – Module entwickelt, um den Schülern eine bessere Schulreife zu geben.“ Beim Krötenzaun sei der BUND Kooperationspartner und es gehe um selbstständiges Arbeiten der Schüler, um sie in Zuverlässigkeit, Anpassungsbereitschaft und Verlässlichkeit zu üben. Die Patenschaften seien ein wichtiges Kriterium des Konzeptes, denn sie bieten die Chance, dass die jungen Leute ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können, um sich im ersten Arbeitsmarkt bewähren zu können.

Weitere Raz-Module sind Ausdauerfähigkeit mit Bergwandern, Selbstsicherheit mit Schminken und Tanzen sowie verschiedenen praktische Arbeiten, wie die Gestaltung der Fassadenplatten am Mehrgenerationenhaus in Zusammenarbeit mit den Firmen Dilpert und Schley. „Wir sind sehr dankbar, dass die Handwerksbetriebe in Markdorf und Umgebung bereit sind, an unseren Aktivitäten teilzunehmen“, ist Göggler froh. Denn so haben die Betriebe die Möglichkeit, die Fähigkeiten der Schüler kennenzulernen, und der eine oder andere Schüler habe die Chance, in dem Betrieb ein Praktikum zu machen oder vielleicht eine Lehrstelle zu erhalten. Erschienen im

Südkurier am 6.3.13 von Wolf-Dieter Guip



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