3. März 2013

Naturtagebuch AG wird in Stuttgart ausgezeichnet

Im Neuen Schloss in Stuttgart nehmen die Markdorfer Schülerinnen ihre Auszeichnung entgegen. (Foto: pr)

Schülerinnen werfen einen genauen Blick auf Markdorfs Natur

Naturtagebuch AG des BUND und der Grundschule werden in Stuttgart 

Von Matthias Schopf


Markdorf Viel Arbeit haben die Kinder der Naturtagebuch AG in ihre Werke gesteckt – und dafür am Wochenende die Belohnung erhalten: Vier Schülerinnen der Jakob-Gretser-Grundschule wurden im Neuen Schloss in Stuttgart mit einem zweiten Preis der BUND-Jugend Baden-Württemberg ausgezeichnet.

„Es war ein schöner Nachmittag, lang, aber sehr schön“, erzählt Elisabeth Moll-Simons im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung. Sie leitet seit mehreren Jahren Kindergruppen beim BUND Markdorf, im vergangenen Jahr bot sie erstmals eine AG in Zusammenarbeit mit der Grundschule an. Von den teilnehmenden Kindern hatten es Luise Otto, Helen Bogale, Sophie Brandenburg und Olivia Meisohle geschafft, ihr Naturtagebuch fertigzustellen. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir dafür auch einen Preis erhalten“, gibt Moll-Simons zu. Umso größer sei die Überraschung gewesen, als sie zur Preisverleihung eingeladen wurden. Als Belohnung für die Naturtagebücher dürfen die vier Mädchen zusammen einen Erlebnistag auf der Insel Mainau verbringen und die „Grüne Schule“ besuchen, die dort für Kinder angeboten wird.

Mit den Naturtagebüchern will der BUND Kinder dazu anregen, die Natur zu beobachten. „Das können Beobachtungen auf der Fensterbank sein, Entdeckungen in Wald oder Garten. Man soll sich eben über längere Zeit mit einem Thema beschäftigen und die Veränderungen in der Natur erleben, beobachten und dokumentieren“, erläutert die Betreuerin den Hintergrund der Naturbücher. Die AG im vergangenen Jahr hatte sich am Thema des BUND, „Wilde Stadtnatur“, orientiert. „Als erstes haben wir einen Zitronenfalter gefunden, der tot im Schnee lag. Den haben die Kinder untersucht und gemeinsam erarbeitet, dass er wahrscheinlich in einer frühen Warmphase aufgewacht und dann dem nächsten Frost zum Opfer gefallen ist“, erzählt die BUND-Betreuerin. Die Erkundungen der Kinder waren sehr vielseitig: Der Teich im Stadtpark neben der Schule wurde genauestens unter die Lupe genommen, so wurden zum Beispiel Froschlaich und Kaulquappen beobachtet. „Ein Glücksfall waren natürlich die Störche, die im vergangenen Jahr erstmals auf dem Bischofschloss gebrütet haben“, freut sich Moll-Simons. Die Kinder der Naturbuch-AG hätten sich so eingehend mit den Tieren beschäftigt und konnten sie – getreu dem BUND-Motto – direkt in der Stadt beobachten.

Mädchen sind sehr engagiert

Die gute Umsetzung des Themas „Wilde Stadtnatur“ hat die Jury des BUND-Wettbewerbs letztlich überzeugt. Sehr positiv wurde auch bewertet, dass sie sehr oft im Freien unterwegs waren – und auch die Initiative des BUND Markdorf, eigens für die Naturbücher eine AG anzubieten, wurde positiv hervorgehoben.

„Die Mädchen haben sich auch wirklich sehr viel Mühe gegeben“, lobt die AG-Betreuerin. Mit großer Faszination und Begeisterung seien die jungen Entdecker bei der Sache gewesen. Sogar beim Niederschreiben der Beobachtungen und beim Malen im Naturtagebuch seien die Mädchen sehr engagiert gewesen.

Eine AG mit der Jakob-Gretser-Schule gibt es vom BUND nicht mehr. „Der Aufwand und die Gruppe ist einfach zu groß“, erklärt Elisabeth Moll-Simons. Sie bietet aber weiterhin Kinder- und Jugendgruppen für die Naturtagebücher beim BUND an – interessierte Kinder können sich noch melden.

Wer bei der Naturtagebuch-Gruppe des BUND mitmachen möchte meldet sich bei Elisabeth Moll-Simons, 07544/6659.

(Erschienen in der Schwäbischen Zeitung: 03.03.2013 16:00)

 



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