Fototagebuch 07.05.2015

06:07 Nun sind sie wieder zu zweit alleine. 2015 werden sie keinen Nachwuchs haben. Störche brüten nur einmal im Jahr.
07:05 Mark bringt ein großes Bündel Nistmaterial mit.
07:09 ...Gritli nimmt Anlauf...
07:20 ...und kommt nach 10 Minuten mit noch mehr zurück.
07:20 Warum hat sie gestern nichts geholt? Am Mittag hatte der Regen doch aufgehört.
07:20 Gleich sieht das Nest wieder kuscheliger aus. - Sie haben wohl gespürt, dass das Küken keine Chance hat. (Obwohl es ja eigentlich am Morgen noch lebhaft und munter wirkte) Vielleicht haben sie auch gespürt, dass sie selbst dem Stress nicht gewachsen sind,...
08:14 ...der miesen Kombination von Dauerregen + Rabenkrähe. Man sieht - die Krähe greift auch heute Morgen wieder an.
08:14 Dass keine Küken mehr im Nest sind, das weiss sie ganz bestimmt. Aber, es geht eh nicht nur um die Eier oder Küken. Sie will, dass alle Störche verschwinden. Ein oder zwei Küken würden noch leben, wenn die Störche nicht dem ständigen Krähenalarm ausgesetzt gewesen wären. (meine Meinung) Mark wendet heute eine andere Taktik an. Die Flügel hält er eng an den Körper gedrückt...
09:20 Nach einer Stunde ein weiterer Angriff - und er verhält sich wieder so. Duckt sich oder schaut hoch - aber die Flügel bleiben am Körper. Sogar, als die Krähe sehr, sehr nahe kommt. ?..
09:21 Könnte das Fehlen der Küken eine Erklärung dafür sein? Als sie noch da waren, waren sie das Wertvollste. Er hat sie mit weit ausgebreiteten Schwingen geschützt. Aber, die Küken sind tot und nun sind seine Flügel das Wertvollste. Er fliegt ja sowieso schon mit 2 halben Schwungfedern herum. Und die bleiben ihm solange, bis sie im Zyklus der Mauser ausfallen und durch neue ersetzt werden. Die großen Schwungfedern werden nicht jedes Jahr erneuert.
09:22 Wahrscheinlich ist sie schon die ganze Zeit da, aber auf dem Bild sieht man sie erst jetzt - Es gibt eine zweite Krähe. Hinten sitzt noch eine auf der Zinne.
09:22 Storch Mark wird hier von zwei Krähen attackiert.
09:23 Nun gibt es mehrere Möglichkeiten: 1.) Die Jungkrähen sind ausgeflogen. Beide Elterntiere haben jetzt Zeit, sich auf die Störche zu stürzen..
2.) Die alte Krähe bringt den Nachwuchs mit . Oder 3.) Es sind ganz andere Krähen.
09:24 Damit schwindet auch die Hoffnung, dass Ruhe beim Nest ist, wenn die aggressive Krähe an Altersschwäche stirbt ;-)
09:25 Vielleicht zeigt sie gerade ihren Kindern das Störche - Schassen (vertreiben)
09:27 Nach über 7 Minuten ist es vorbei mit dem passiven Widerstand. Mark schnappt in die Luft.
14:56 Gerade haben sie einen Krähenangriff überstanden.
15:43 Schon wieder fast eine Stunde vergangen: Gritli mag keinen passiven Widerstand.
15:45 Hier nimmt sie die eindrucksvolle Storchen-Drohhaltung ein - Ob das bei Krähen wirkt?
15:46 Gebeutelte Störche - Vielleicht geben sie irgendwann auf. Ob sie im kommenden Jahr noch einmal hier brüten wollen?
15:48 Ratsam ist es nicht. Sie sollten sich ein anderes Nest suchen. Eines ohne ständige Krähenbelagerung.
15:52 Nun reisst es Mark hoch von seinem Platz.
16:01...
16:03 Zwei Krähen im Angriffsflug. Die eine von vorne nach hinten, die Andere von hinten nach vorne. So sieht es aus. (anklicken) Das ist hart.
16:04 Wieder eine neue Taktik? Nun breitet Mark weit die Schwingen aus. Die angreifende Krähe ist rechts oben zwischen den Schwungfedern zu sehen.
16:09 Die, von der Kamera gespeicherten Bilder wiederholen sich.
16:14 Es ist ein ständiger ermüdender Kampf...
16:18 Und zwischen diesen Aufnahmen liegen unendlich viele Attacken, die nicht gespeichert wurden.
17:30 Fast eine Stunde später - das gleiche Bild.
17:33 Sie sind soviel größer - aber im Vergleich zur Krähe wirken sie so schwach - die Armen.
17:41 Dieser Sack war Bestandteil der Nestausstattung. Mark hat ihn aus der Nestmulde gezogen.
17:42 Das ist Plastik - mit glänzender Oberfläche. (anklicken)
17:43 Wenn so etwas unter den Küken lag, konnte natürlich kein Regenwasser ablaufen
20:03 Sie haben noch mehr "Bodenbelag" herausgerissen.(im Hintergrund stapelt es sich) Sind, trotz der Krähenangriffe, diese Fremdmaterialien der Grund, warum die Küken starben? Weil sie das Wasser stauten, das Bauchgefieder der Eltern ständig tropfte und die Küken in der Nässe lagen? Wahrscheinlich ist es so. Das ist der Hauptgrund.


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