Fototagebuch 10.04.2015

07:27 Mark bringt eine "Decke" Sehr gut ist hier wieder die Beschädigung an den großen Schwingen des rechten Flügels zu sehen.
08:09 Hier schien es fast, als lausche Mark schon nach hinten, weil Bewegungen in einem Ei zu spüren sind. Ab wann bewegt sich ein Storchenembryo? Jedes Ei braucht 32 Tage für seine Entwicklung. Das erste Ei wurde am 23.3. gelegt. Am 24/25 April wird wohl das erste Küken schlüpfen. Der älteste Embryo ist nun 18 Tage alt. Kann er sich dann schon so bewegen, dass die Storcheneltern es spüren. (Das wäre eine gute Frage an die Maus) Bei www.storchennest.de finde ich gute Informationen, aber keine Antwort. Dort steht: "Innerhalb der 32 Tage Brutdauer ist der Embryo zum Kücken herangereift. Bereits nach ca. 3 Tagen Bebrütung lassen sich mikroskopisch die Anlagen für Gehirn, Rückenmark, Urwirbel mit Kanal, Darmrohr und Herz erkennen, am 5. Tag auch die Augen, und ein ausgedehntes Venensystem durchzieht den Dotter um den Embryo, das ihn mit Nahrung, Bau- und Energiestoffen aus dem Dotter versorgt. Nach 32 Tagen ist aus dem ca. 115 Gramm schweren Ei ein ca. 85 Gramm wiegendes schlupfreifes Storchenkücken geworden. Der Rest des Dottersacks und der Nabelschnur, mit der der Embryo mit dem Dottersack verbunden war, werden in den Bauchraum eingezogen und resorbiert."
11:04 Heute gibt es sommerliche Temperaturen. Mark hechelt schon um 11 Uhr, obwohl er sich gerade erst zum Brüten hingesetzt hat. 21°C soll es warm werden. In der Sonne auf dem Turm ist es bestimmt um einige Grade wärmer.
11:06 Nahrungsmangel gibt es wohl momentan nicht. Beide halten sich, besonders am Morgen, lange Zeit gemeinsam im Nest auf.
11:06 Gritli drückte mit der Schnabelspitze Fett aus der Bürzeldrüse und verteilt es nun mit eleganten Kopf-und Halsbewegungen auf dem Rücken.
11:06
11:10 Das Kratzen mit den Zehen sieht weniger elegant, aber immer sehr lustig aus.
11:51 Die mögen sich
12:30 Hechelnde Gritli. Durch den geöffneten Schnabel wird das Zuviel an Wärme im Körper durch Verdunstungskühle abgeführt.
14:25 Mark stocherte in seinem eigenen Gefieder und nun grabbelt er Gritlis Kopf. So macht er es oft - Als ob er sie mit seinen eigenen Düften markieren wollte. Aber Störche haben ja anscheinend einen sehr schlecht ausgebildeten Geruchssinn. Dann würde solch ein Verhalten ja keinen Sinn machen.(Das wäre schon die zweite Frage an die Maus:-)
16:42 Es gibt immer mal wieder umherziehende Störche.
16:42 Denen wird deutlich klar gemacht wird, wer hier die Herrschaften auf dem Schloss sind.
17:03 Gritli stochert im Nestboden. Dazu ist auf www.storchennest.de zu lesen: "Für eine erfolgreiche Brut ist optimales Mikroklima hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation/Sauerstoffversorgung in der Nestmulde erforderlich. Stimmen aus irgendwelchen Gründen diese drei wichtigsten Parameter nicht, z. B. wegen mangelnder Horstdrainage, so erfolgt der embryonale Eitod. Die Störche regulieren dieses Mikroklima, indem sie mit ihren Schnäbeln die Horstauspolsterung lockern und durch Stochern mit dem Schnabel in den Horstboden die Nestmulde belüften..."
17:03 Weiter heisst es: " ... In gewissen Abständen werden die Eier mit dem Schnabel gewendet, damit der Embryo nicht mit der Eischale verklebt... " Während ich die Tagebuchseite gestaltete, habe ich am Morgen des 11.4. zwei Stunden das Nest beobachtet: Gritli drehte die Eier um 6:49 Uhr. Um 7:14 Uhr ist Brutwechsel - Mark dreht die Eier. Er dreht sie wieder um 7:38 Uhr und um 8:09 Uhr. Es wurden also zweimal in der Stunde - etwa alle 25-30 Minuten, die Eier gedreht.


Das Jahresprogramm für 2020

Suche