Einheimische Sträucher für den Garten

In der Sträucherliste können sie nachlesen, welche Arten wir üblicherweise im Programm haben. Allerdings können wir nur abgeben, was uns die Baumschule liefert, daher müssen wir uns Änderungen jederzeit vorbehalten.

Hainbuche · Kornelkirsche · Roter Hartriegel · Hasel · Pfaffenhütchen · Liguster · Rote Heckenkirsche · Traubenkirsche · Schlehe · Kreuzdorn · Faulbaum · Hunds-Rose · Sal-Weide · Schwarzer Holunder · Roter Holunder · Wolliger Schneeball · Wasser-Schneeball

Hainbuche (Carpinus betulus)

Standort: In der Natur häufig an Waldrändern, in Gebüschen und Hecken; verträgt Sonne und Schatten, keine Staunässe.
Wuchs: Baum oder Strauch, wird bis 15 m hoch, verträgt aber häufigen starken Rückschnitt und wird dadurch noch dichter. Gut geeignet für dichte Heckenpflanzungen.
Blüten, Früchte, Laub: Blüte und Frucht unscheinbar, grünlich; herbstliche Laubfärbung leuchtend gelb.
Naturgarten: Laub bodenverbessernd, gut für den Kompost geeignet.

Kornelkirsche (Cornus mas)

Standort: In der Natur in sonnigen Gebüschen und lichten Eichenwäldern im südlichen Mitteleuropa; in Deutschland nur in den wärmsten Regionen.
Wuchs: Strauch, bis ca. 5 m hoch.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten auffällig, gelblich, lange Blütezeit, Früchte leuchtend rot, in Form und Größe etwa wie eine Olive; eßbar. Laub glänzend dunkelgrün.
Naturgarten: Bienenweide; Früchte winterliche Vogelnahrung.

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Standort: In der Natur häufig in Hecken und an Waldrändern. Geringe Bodenansprüche. Sonne bis Halbschatten.
Wuchs: Strauch, bis ca. 3 m hoch.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten weißlich, Früchte schwarz mit rotem Stiel. Herbstliche Laubfärbung scharlachrot, langanhaltend.
Naturgarten: Bienenweide, auch von anderen Insekten gern besucht. Früchte winterliche Vogelnahrung.

Hasel (Corylus avellana)

Standort: In der Natur im Unterholz von Laubwäldern, an Waldrändern und in Hecken. Geringe Bodenansprüche. Sonne bis Halbschatten.
Wuchs: Großer, dichter, ausladender Strauch; bis ca. 6 m hoch. Verträgt radikalen Rückschnitt und wird dadurch noch dichter.
Blüten, Früchte, Laub: Männliche Blüten gelbe, herabhängende "Haselkätzchen", weibliche Blüten sehr klein, leuchtend rot;blüht im März, noch vor dem Laubaustrieb. Um Früchte zu bekommen, möglichst mehrere Sträucher pflanzen, da Fremdbestäubung notwendig.
Naturgarten: Frühe Bienenweide (Pollenspender).

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Standort: In der Natur in Hecken, vorzugsweise an feuchten Standorten, entlang von Gewässern, an Ufern. Meist im Halbschatten. Gern auf Lehmböden.
Wuchs: Strauch, 2 bis 3 Meter hoch.
Blüten, Früchte, Laub: Blüte grünlich, unscheinbar. Früchte sehr auffällig: karminrot mit vier aufspringenden Klappen, die den Blick auf die orangefarbenen Beeren freigeben. In allen Teilen ziemlich giftig. Laub mit leuchtendroter Herbstfärbung.
Naturgarten: Bienenweide; Früchte von Vögeln (v.a. Rotkehlchen) sehr begehrt.

Liguster (Ligustrum vulgare)

Standort: In der Natur an Waldrändern und in Hecken, meist an mageren, sonnigen und warmen Standorten. Für Sonne und Schatten, geringe Bodenansprüche.
Wuchs: hoher Strauch, bis 5 Meter; verträgt starken Rückschnitt.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten weiß, mit starkem schwerem Duft, Früchte schwarz, glänzend, Pflanze in allen Teilen giftig; Laub dunkelgrün, dicht.
Naturgarten: Bienenweide, auch gern von Schmetterlingen und Nachtfaltern besucht.

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

Standort: In der Natur vor allem im Unterholz von Laub- und Nadelwäldern, in Hecken. Verträgt Schatten.
Wuchs: Strauch bis ca. 3m Höhe; verträgt starken Rückschnitt.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten klein, gelblich; Früchte (wie Blüten jeweils zu zweit an einem Stiel) leuchtend rot, glänzend; Beeren ungenießbar.
Naturgarten: Blüten vor allem von Hummeln besucht. Früchte winterliche Vogelnahrung.

Traubenkirsche (Prunus padus)

Standort: In der Natur in Auen- und Uferwäldern, in Überschwemmungsbereichen. Braucht lockeren, humusreichen, möglichst etwas feuchten Boden.
Wuchs: Meist als mehrstämmiger, ab dem Boden gegabelter Baum. Kann 10-15 m hoch werden.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten in auffälligen, aufrechten, weißen Trauben, duftend. Laub mit orangegelber Herbstfärbung.
Naturgarten: Bienenweide.

Schlehe (Prunus spinosa)

Standort: In der Natur vor allem in Hecken an mageren, trockenen und warmen Standorten.
Wuchs: Dichter, dorniger Strauch; bis vier Meter hoch.
Blüten, Früchte, Laub: Sehr zahlreiche weiße, duftende Blüten im ersten Frühjahr, noch vor dem Laubaustrieb. Schwarzblaue Früchte im Spätherbst, nach dem Frost genießbar, am besten in Form von Schlehenlikör.
Naturgarten: Bienenweide, wird auch von vielen anderen Insekten (Hummeln, Käfer, Fliegen) besucht. Wichtige Frühlingsfutterpflanze für Sandbienen, Kuckucksbienen und andere Wildbienen. Von Vögeln gern als Nistplatz angenommen.

Kreuzdorn (Rhamnus catharticus)

Standort: In der Natur in Hecken und Gebüschen an warmen trockenen und sonnigen Standorten. Braucht durchlässige Böden und viel Licht.
Wuchs: Dorniger Strauch, bis 5 m Höhe.
Blüten, Früchte, Laub: Kleine gelblichgrüne Blüten in Büscheln; Früchte schwarz, kugelig, Beeren enthalten Giftstoffe. Laub mit gelber Herbstfärbung.
Naturgarten: Raupenfutterpflanze des Zitronenfalters. Von Vögeln gern als Nistplatz angenommen. Früchte winterliche Vogelnahrung.

Faulbaum (Rhamnus frangula)

Standort: In der Natur an Waldrändern, Bachufern, in Hecken, Mooren und Auen.
Wuchs: Schlanker Mittelstrauch bis 3 m Höhe.
Blüten, Früchte, Laub: Unscheinbare, weiße Scheibenblüte; Früchte rot, bei Reife schwarz, nicht genießbar. Laub mit gelbroter Herbstfärbung,.
Naturgarten: Die Blätter bieten Raupennahrung für Faulbaumbläulinge und Zitronenfalter. Früchte sind beliebte Herbstnahrung verschiedenster Vogelarten; gute Bienenweide.

Hunds-Rose (Rosa canina)

Standort: In der Natur häufig an Waldrändern, in Hecken.
Wuchs: Buschiger Strauch, 2 bis 3 Meter hoch.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten groß, rosa, ungefüllt, duftend. Ab Spätsommer leuchtend rote Hagebutten, die zu Marmelade oder Likör verarbeitet werden können. Getrocknete Früchte als Tee verwendbar.
Naturgarten: Wie alle ungefüllten Rosen wertvolle Bienenweide, auch gern von anderen Insekten (Hummeln, Wildbienen, große Käfer) besucht. Dichte Rosenbüsche werden von Vögeln gern als Nistplatz angenommen.

Sal-Weide (Salix caprea)

Standort: In der Natur an Waldrändern und in Hecken; häufig als erste Besiedler in Kahlschlägen, Kiesgruben und Schuttplätzen. Braucht viel Licht.
Wuchs: Strauch oder kleiner Baum, bis etwa 5 Meter; verträgt kräftigen Rückschnitt.
Blüten, Früchte, Laub: Im zeitigen Frühjahr mit Weidenkätzchen.
Naturgarten: Wichtige Bienenweide; auch von verschiedenen Wildbienen gern besucht. Wie alle Weidenarten beherbergt auch die Salweide eine Unzahl verschiedener Insektenarten: Am Laub leben z.B. die Raupen mehrerer Käfer- und Schmetterlings-, v.a. Nachtfalterarten (nachts mit der Taschenlampe zu beobachten); im Holz dickerer Stämme leben die Larven einiger Käferarten.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Standort: In der Natur an Waldrändern, in Hecken, im Unterwuchs feuchter Wälder, im Ufergebüsch. Braucht humusreiche, möglichst etwas feuchte Böden.
Wuchs: Ausladender Strauch, bis über 5 Meter hoch; verträgt kräftigen Rückschnitt.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten in großen weißen Blütenständen, duftend; Früchte schwarz, zahlreich. Aus den Blüten lassen sich Holunderwein, aus den ganzen Blütenständen Holunderküchle, aus den Früchten Holundersaft, -marmelade oder -kompott bereiten.
Naturgarten: Bienenweide, Blüten auch von anderen Insekten (Käfer, Schwebfliegen) gern besucht. Früchte winterliche Vogelnahrung.

Roter Holunder (Sambucus racemosa)

Standort: In der Natur auf Waldschlägen und -lichtungen. Vor allem auf kalkarmen Böden.
Wuchs: Kleiner und meist weniger ausladend als der Schwarze Holunder. Verträgt Rückschnitt nicht besonders gut.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten in grünlich-gelben Blütenständen, die in der Form Flieder-Blütenständen ähneln. Früchte leuchtend rote Beeren, bis zum Winter, roh schwach giftig, gekocht als vitaminreiches Gelee verwendbar.
Naturgarten: Früchte winterliche Vogelnahrung.

Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Standort: In der Natur an Waldrändern, in Hecken, meist an warmen, trockenen Standorten. Verträgt Schatten.
Wuchs: Strauch von 3 bis 4 Meter Höhe. Verträgt Rückschnitt.
Blüten, Früchte, Laub: Laub dunkelgrün, dicht graufilzig. Blüten gelblich-weiß, duftend. Früchte erst rot, später schwarz.
Naturgarten: Früchte winterliche Vogelnahrung.

Wasser-Schneeball (Viburnum opulus)

Standort: In der Natur an feuchten Waldrändern und im Ufergebüsch.
Wuchs: Strauch von 3 bis 4 Meter Höhe. Verträgt starken Rückschnitt.
Blüten, Früchte, Laub: Blüten klein, weiß, in einer Trugdolde, die von einem Kranz vergrößerter, steriler Blüten umgeben ist. Früchte leuchtend rot, bleiben bis in den Winter hinein am Strauch. Ungiftig, aber ungenießbar.
Naturgarten: Früchte winterliche Vogelnahrung.

Schneeball-Sträucher werden in manchen Jahren vom Schneeballblattkäfer heimgesucht, der sich so stark vermehren kann, dass Käfer und Larven die Sträucher im Sommer völlig kahlfressen. Dem Schneeball-Strauch schadet das nicht.
Käfer und Larven ernähren sich ausschließlich von Schneeballblättern und können nicht auf andere Gartenpflanzen "umsteigen".



Das Jahresprogramm für 2019

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